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Welcher Verseilmaschinentyp ist der richtige für Ihre Draht- und Kabelproduktion?

2026-06-17

Das Wichtigste Verseilmaschine Zu den in der Draht- und Kabelherstellung verwendeten Typen gehören Rohrverseilmaschinen, Planetenverseilmaschinen, starre Verseilmaschinen, Bündelmaschinen und Skip-Verseilmaschinen – jeweils für eine bestimmte Leiterstruktur, einen Drahtstärkenbereich und Produktionsgeschwindigkeitsanforderungen ausgelegt. Die Wahl des falschen Typs führt zu schlechter Verlegekonsistenz, übermäßigem Ausschuss und kostspieligen Ausfallzeiten. In diesem Leitfaden wird erklärt, was jeder Verseilmaschinentyp leistet, wo er sich auszeichnet und wie Sie die richtige Konfiguration für Ihre Produktionslinie auswählen.

Was ist eine Verseilmaschine und warum ist die Typauswahl wichtig?

Eine Verseilmaschine ist eine Kabelherstellungsanlage, die mehrere Einzeldrähte zu einem einzigen Leiter oder Kabelkern zusammendreht. Der Maschinentyp bestimmt die erreichbare Schlaglänge, Steigungsgenauigkeit, Produktionsgeschwindigkeit und Strukturqualität des Endprodukts.

Die Verseilung – der Prozess, bei dem mehrere Drähte spiralförmig um einen zentralen Kern gewickelt werden – ist von grundlegender Bedeutung für die Herstellung flexibler, leitfähiger und mechanisch robuster Kabel. Ein schlecht verseilter Leiter erhöht den elektrischen Widerstand, verringert die Flexibilität und beeinträchtigt die Zugfestigkeit. Gemäß der Norm IEC 60228 der International Electrotechnical Commission (IEC) bestimmt die Leiterkonstruktion – einschließlich der Verseilungsklasse – direkt die Flexibilitätsbewertung des Leiters, die zur Endanwendung passen muss. Leiter der Klassen 1 bis 6 erfordern jeweils unterschiedliche Verseilkonfigurationen, und diese Konfigurationen entsprechen direkt bestimmten Verseilmaschinentypen.

Laut Grand View Research (2024) wurde der weltweite Markt für Draht- und Kabelherstellungsgeräte im Jahr 2023 auf etwa 4,8 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,2 % wachsen. Verseilmaschinen stellen eine der größten Kapitalinvestitionen in jedem Kabelwerk dar, weshalb eine fundierte Typauswahl sowohl aus technischer als auch aus finanzieller Sicht von entscheidender Bedeutung ist.

Was sind die wichtigsten Verseilmaschinentypen? Ein vollständiger Überblick

Im industriellen Einsatz gibt es fünf Haupttypen von Verseilmaschinen: Rohrverseilmaschinen (Trommeldreher), Planetenverseilmaschinen, starre Verseilmaschinen (Wiege), Bündelmaschinen und Skip-Verseilmaschinen – jede arbeitet nach einem grundlegend unterschiedlichen mechanischen Prinzip, das ihre Eignung für einen bestimmten Drahttyp und eine bestimmte Leiterklasse bestimmt.

1. Rohrverseilmaschine (Trommeldreher)

Die Rohrverseilmaschine ist der am weitesten verbreitete Verseilmaschinentyp in der Kabelindustrie und eignet sich gut für mittlere bis große Leiterquerschnitte (10 mm² bis 1.000 mm² und mehr), bei denen eine präzise Schlaglänge und eine hohe Zugfestigkeit erforderlich sind.

In einer Rohrverseilmaschine sind Drahtabwickelspulen in einem rotierenden Rohr (oder einer Reihe ineinandergesteckter Rohre) untergebracht. Während sich das Rohr dreht, werden die Drähte nach vorne geführt und um einen zentralen Kern verdrillt. Der zentrale Kern selbst dreht sich nicht – nur die Rohrbaugruppe. Diese Konstruktion ermöglicht die Verwendung großer, schwerer Spulen ohne die mechanische Belastung, die durch das Drehen der gesamten Spule entsteht.

Zu den Hauptmerkmalen von Rohrverseilmaschinen gehören:

  • Kapazität der Drahtanzahl: Typischerweise 7 bis 91 Drähte in einem einzigen Durchgang, abhängig von der Rohrkonfiguration
  • Geschwindigkeit: Rohrrotationsgeschwindigkeiten von 60 bis 300 U/min, was lineare Produktionsgeschwindigkeiten von 20 bis 120 m/min für typische Leiterquerschnitte ergibt
  • Schlaglängenkontrolle: Präzise und konsistent; einstellbar über Getriebe oder servoangetriebene Legeplatte
  • Dirigentenklassen: IEC 60228 Klasse 1 (massiv) bis Klasse 2 (litzig) – hauptsächlich für Stromkabel, Freileitungen und Erdkabel
  • Drahtdurchmesserbereich: Typischerweise 0,5 mm bis 5,0 mm pro Einzeldraht

Rohrverseilmaschinen sind die Standardwahl für Stromkabelleiter aus Kupfer und Aluminium, ACSR-Kabel (Aluminiumleiter mit Stahlverstärkung) und die Verseilung von Unterseekabeln. Ihre Fähigkeit, sehr große Rollengrößen zu verarbeiten (bis zu 2.500 kg pro Spule bei großen Maschinen), minimiert die Ausfallzeiten beim Rollenwechsel und maximiert die Leistung pro Schicht.

2. Planetenverseilmaschine

Die Planetenverseilmaschine ist der bevorzugte Verseilmaschinentyp beim Verseilen von hochflexiblen Leitern, armierten Kabeln oder mehrlagigen Konfigurationen, bei denen jede Drahtlage unabhängig voneinander eine konsistente Schlagrichtung beibehalten muss.

Bei einer Planetenverseilmaschine (oder Käfigverseilmaschine) sind die Drahtabwickelspulen auf einem rotierenden Käfig (dem „Planeten“) montiert, während ein Gegenrotationsmechanismus die Spulen in der gleichen Ebene relativ zum ankommenden Draht hält. Diese Gegenrotation ist das charakteristische Merkmal des Planetentyps: Sie verhindert, dass sich die einzelnen Drähte beim Verlegen um ihre eigene Achse verdrehen, wodurch der runde Querschnitt erhalten bleibt und eine dichtere und gleichmäßigere Packung ermöglicht wird.

Zu den Hauptmerkmalen von Planetenverseilmaschinen gehören:

  • Mehrschichtfähigkeit: Kann 2 bis 6 Lagen nacheinander verseilen, mit unabhängiger Steuerung der Schlagrichtung pro Lage
  • Dirigentenklassen: IEC 60228 Klasse 2 und Klasse 5 – Stromkabel, flexible Kabel, Bergbaukabel
  • Unterstützte Kabeltypen: Kupfer-, Aluminium-, Stahlpanzerdrähte, optische Fasern (mit Anpassung)
  • Geschwindigkeit: Käfigrotation typischerweise 20 bis 120 U/min; Produktionsgeschwindigkeit 5 bis 60 m/min je nach Leitergröße
  • Fußabdruck: Größer als Rohrmaschinen bei gleicher Leistung aufgrund der Käfigstruktur

Planetenverseilmaschinen sind der Standard für die Herstellung von gepanzerten Stromkabeln (SWA – Steel Wire Armoured), Unterseekabeln mit Stahl- oder Kupferpanzerschichten und Bergbaukabeln, bei denen mechanische Robustheit und Präzision bei der dichten Verlegung unerlässlich sind. Sie werden auch häufig bei der Herstellung von Stahldrahtseilen und OPGW-Kabeln (optische Erdungskabel) verwendet.

3. Starre (Wiegen-)Verseilmaschine

Die starre Verseilmaschine – auch Wiegenverseilmaschine genannt – ist speziell für die Verseilung großer, starrer Leiter wie ACSR (Aluminiumleiter mit Stahlverstärkung) und Freileitungskabeln mit großem Querschnitt konzipiert, bei denen das Spulengewicht rohrförmige Konstruktionen unpraktisch machen würde.

Bei einer starren Verseilmaschine sind die Abwickelspulen in festen Trägern montiert, die kreisförmig um den zentralen Leiter angeordnet sind. Die gesamte Wiegenbaugruppe dreht sich um die Produktionsachse und legt die Drähte spiralförmig auf den Kern. Die Spulen selbst bleiben relativ zur Wiege stationär – sie drehen sich nicht gegenläufig wie bei einer Planetenmaschine – was bedeutet, dass die Drahttorsion durch eine sorgfältige Gestaltung des Drahtwegs bewältigt werden muss.

Zu den Hauptmerkmalen starrer Verseilmaschinen gehören:

  • Spulenkapazität: Bewältigt sehr große Rollen – bis zu 5.000 kg pro Spule in Hochleistungskonfigurationen
  • Drahtstärkenbereich: 1,5 mm bis 6,0 mm Einzeldrahtdurchmesser; Leiterquerschnitte bis 2.000 mm²
  • Geschwindigkeit: Langsamer als Rohrmaschinen; Die Rotation der Wiege beträgt normalerweise 10 bis 60 U/min
  • Hauptanwendungen: ACSR, AAC (Vollaluminiumleiter), AAAC-Freileitungen, U-Boot-Nabelleitungen
  • Schlaglängenbereich: Großer Bereich, typischerweise 50 mm bis 3.000 mm

4. Bündelmaschine (Bow Strander)

Die Verseilmaschine (auch Bogenverseiler oder Drallverseiler genannt) ist der richtige Verseilmaschinentyp für die Herstellung feiner, flexibler Leiter – typischerweise unter 16 mm² Querschnitt –, bei denen hohe Geschwindigkeit und Feindrahthandhabung im Vordergrund stehen.

In einer Bündelmaschine werden mehrere feine Drähte von stationären Abwickelspulen abgezogen und durch einen rotierenden Bogen (einen gebogenen Arm oder Flyer) geführt, der sie zu einem Bündel zusammendreht. Die Drehung erfolgt durch die Drehung des Bogens, und im Gegensatz zu Rohr- oder Planetenmaschinen gibt es keine genaue Kontrolle über die Schlaglänge der einzelnen Drähte – der resultierende Leiter hat eine zufällige Schlagstruktur, die ihn als gebündelten (und nicht als verseilten) Leiter klassifiziert.

Zu den Hauptmerkmalen von Bündelmaschinen gehören:

  • Drahtdurchmesserbereich: 0,05 mm bis 1,0 mm pro Einzeldraht – speziell für Feindrähte entwickelt
  • Geschwindigkeit: Bugrotation von 500 bis 3.000 U/min; Aufwickelgeschwindigkeiten von 100 bis 1.000 m/min machen sie zum schnellsten Verseilmaschinentyp im Hinblick auf die lineare Leistung
  • Dirigentenklasse: IEC 60228 Klasse 5 und Klasse 6 (hochflexibel)
  • Anwendungen: Schaltkabel, flexible Kabel, Lautsprecherkabel, Kfz-Niederspannungskabel, Datenkabelleiter
  • Einschränkung: Keine präzise Kontrolle der Schlaglänge; Die zufällige Verlegung bedeutet eine höhere Variabilität des elektrischen Widerstands im Vergleich zu echten Verseilmaschinen

5. Überspringen Sie die Verseilmaschine

Die Skip-Verseilmaschine ist ein spezieller Verseilmaschinentyp, der Milliken-Leiter und große Segmentleiter für EHV-Kabel (Extra-Hochspannung) herstellt, bei denen ein runder Querschnitt aus mehreren vorgeformten Drahtsegmenten und nicht aus einzeln verlegten Drähten erzielt werden muss.

Bei der Sprungverseilung – auch Sektorverseilung oder Milliken-Verseilung genannt – werden einzelne Drahtsegmente vorab in Kurven- oder Sektorformen geformt und dann spiralförmig um eine Mittelachse mit abwechselnden Schlagrichtungen zusammengesetzt, um einen großen, im Wesentlichen runden Verbundleiter zu erzeugen. Diese Technik eliminiert die Skin-Effekt-Probleme, die die Strombelastbarkeit großer einschichtiger Leiter einschränken.

Zu den Hauptmerkmalen von Sprungverseilmaschinen gehören:

  • Leiterquerschnitte: Typischerweise 500 mm² bis 2.500 mm² – die größten Leiterquerschnitte im Stromkabelbau
  • Segmentanzahl: Typischerweise 5 oder 6 Milliken-Segmente pro Leiter
  • Anwendungen: EHV-Erdkabel (220 kV bis 500 kV), HGÜ-Seekabelleiter
  • Geschwindigkeit: Im Vergleich sehr langsam – 1 bis 10 m/min – was die Komplexität des Prozesses widerspiegelt
  • Kosten: Höchste Investitionskosten aller Verseilmaschinentypen; in der Regel maßgeschneidert für bestimmte Projekte

Wie vergleichen sich die fünf Verseilmaschinentypen? Eine Parallelanalyse

Beim Vergleich der Verseilmaschinentypen bietet die Rohrmaschine das beste Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit, Vielseitigkeit und Leiterqualität für die meisten Stromkabelanwendungen, während die Bündelmaschine bei der Ausgangsgeschwindigkeit für feindrähtige Leiter vorne liegt.

Maschinentyp Primäre Anwendung Drahtstärke IEC-Leiterklasse Produktionsgeschwindigkeit Präzision legen Kapitalkosten (relativ)
Rohrförmig Stromkabel, Freileitungen 0,5 – 5,0 mm Klasse 1 – 2 20 – 120 m/min Hoch Mittel
Planetarisch Panzerkabel, Bergbaukabel, OPGW 0,8 – 4,5 mm Klasse 2 – 5 5 – 60 m/min Sehr hoch Hoch
Starr / Wiege ACSR, AAC, große Freileitungen 1,5 – 6,0 mm Klasse 1 – 2 5 – 40 m/min Hoch Hoch
Bündelung / Bogen Feine flexible Leiter, Schaltdraht 0,05 – 1,0 mm Klasse 5 – 6 100 – 1.000 m/min Niedrig (zufällige Lage) Niedrig
Überspringen / Milliken EHV-Erd- und Seekabel 1,0 – 4,0 mm (segmental) Klasse 2 (segmental) 1 – 10 m/min Sehr hoch Sehr hoch

Tabelle 1: Direkter Vergleich der fünf wichtigsten Verseilmaschinentypen nach Anwendung, Drahtstärke, Leiterklasse, Geschwindigkeit, Verlegegenauigkeit und relativen Kapitalkosten. Daten basieren auf branchenüblichen Gerätespezifikationen; Die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Hersteller und Konfiguration.

So wählen Sie den richtigen Verseilmaschinentyp für Ihre Produktionslinie aus

Die Auswahl des richtigen Verseilmaschinentyps erfordert die Bewertung von fünf Schlüsselparametern: der erforderlichen IEC-Leiterklasse, dem Drahtdurchmesserbereich, dem Zielquerschnittsbereich, der erforderlichen Produktionsgeschwindigkeit sowie der verfügbaren Stellfläche und dem Investitionsbudget.

Arbeiten Sie den folgenden Entscheidungsrahmen der Reihe nach durch:

Schritt 1: Identifizieren Sie Ihre gewünschte IEC-Leiterklasse

Die Leiterklasse nach IEC 60228 ist das wichtigste Auswahlkriterium, da sie direkt bestimmt, welche Verseilmaschinentypen technisch in der Lage sind, die erforderliche Leiterstruktur herzustellen.

  • Klasse 1 (fest): Keine Verseilmaschine erforderlich – Einzeldrahtziehen
  • Klasse 2 (verseilt, geringe Flexibilität): Rohrförmige, starre/wiegenförmige oder Planetenmaschine
  • Klasse 5 (flexibel): Planeten- oder Bündelmaschine mit Feindraht
  • Klasse 6 (hochflexibel): Hochgeschwindigkeits-Bündelmaschine
  • Segmental / Milliken: Nur Verseilmaschine überspringen

Schritt 2: Bestimmen Sie Ihren Drahtdurchmesser und Leiterquerschnittsbereich

Der Durchmesser der einzelnen zu verseilenden Drähte bestimmt, welche Maschinenmechanismen physikalisch in der Lage sind, das Material ohne übermäßige Spannung, Bruch oder Probleme mit dem Spulengewicht zu handhaben.

Für feinen Draht (unter 0,5 mm) ist eine Bündelmaschine mit präziser Drahtspannungsregelung erforderlich. Mittlerer Draht (0,5 mm bis 3,0 mm) lässt sich am besten mit Rohr- oder Planetenmaschinen verarbeiten. Schwerer Draht (über 3,0 mm) – insbesondere für Freileitungsleitungen – erfordert starre Maschinen/Schlittenmaschinen, die große, schwere Spulen ohne Vibrationen tragen können.

Schritt 3: Bewerten Sie die erforderliche Produktionsgeschwindigkeit und das erforderliche Volumen

Betriebe in der Feindrahtproduktion mit hohen Stückzahlen sollten aufgrund ihres Geschwindigkeitsvorteils Bündelmaschinen den Vorzug geben; Großvolumige Stromkabelbetriebe mit mittlerem Querschnitt sollten aufgrund ihrer Kombination aus Geschwindigkeit und Verlegegenauigkeit Rohrmaschinen den Vorzug geben.

Zum Kontext: Eine Standard-19-Draht-Rohrverseilmaschine, die einen 50-mm²-Kupferleiter herstellt, kann etwa 4 bis 6 Tonnen pro Schicht bei 60 m/min produzieren. Eine gleichwertige Planetenmaschine für den gleichen Querschnitt leistet 1,5 bis 3 Tonnen pro Schicht bei 25 m/min, produziert aber einen flexibleren und präziseren Litzenleiter. Die Wahl zwischen ihnen ist ein direkter Kompromiss zwischen Produktionsvolumen und Qualität.

Schritt 4: Berücksichtigen Sie die Anforderungen an Panzerung und Mehrschichtigkeit

Wenn Ihre Produktpalette armierte Kabel umfasst – SWA-, STA- (stahlbandarmierte) oder mit Drahtgeflecht armierte Kabel – ist eine Planetenverseilmaschine unerlässlich, da nur der Planetentyp Armierungsschichten mit der richtigen Spannung und abwechselnder Schlagrichtung aufbringen kann, ohne Torsionsspannungen in den darunter liegenden Kabelkern einzuführen.

Welcher Verseilmaschinentyp passt zu welchem ​​Kabelprodukt?

Die Abstimmung des Kabelprodukttyps auf den Verseilmaschinentyp ist der direkteste Weg, um sicherzustellen, dass Ihre Ausrüstungsinvestition vom ersten Tag an die richtige Leiterstruktur erzeugt.

Kabelprodukt Spannungspegel Leiterquerschnitt Empfohlener Maschinentyp IEC-Klassenziel
Niedrig-voltage power cable (Cu / Al) Bis zu 1 kV 1,5 – 300 mm² Rohrförmig Klasse 2
Mittel / high voltage cable (XLPE) 6 kV – 66 kV 50 – 630 mm² Rohrförmig or Planetary Klasse 2
Stahldrahtgepanzertes (SWA) Kabel Bis 33 kV Irgendein Planetarisch Klasse 2 (armoring layer)
ACSR / AAC-Freileitung 11 kV – 500 kV 25 – 1.200 mm² Starr / Wiege Klasse 2
Flexibles Kabel / Anschlusskabel Bis 450/750 V 0,5 – 16 mm² Bündelung / Bogen Strander Klasse 5 – 6
EHV XLPE-Erdkabel 110 kV – 500 kV 500 – 2.500 mm² Überspringen / Milliken Klasse 2 (segmental)
Niederspannungsverkabelung für Kraftfahrzeuge 12 – 48 V Gleichstrom 0,35 – 6 mm² Bündelung Klasse 5 – 6
Bergbau-/Offshore-Kabel Bis 35 kV 16 – 500 mm² Planetarisch Klasse 5

Tabelle 2: Empfohlener Verseilmaschinentyp passend zur Kabelproduktkategorie, Spannungsebene, Leiterquerschnittsbereich und IEC 60228-Leiterklassenziel.

Welche technischen Parameter bestimmen die Leistung einer Verseilmaschine?

Die fünf wichtigsten technischen Parameter zur Bewertung eines Verseilmaschinentyps sind: die Anzahl der Drähte (Spulenzahl), die Rotationsgeschwindigkeit (U/min), der Schlaglängenbereich und die Schlaggenauigkeit, die Liniengeschwindigkeit (m/min) und die Aufnahmekapazität.

  • Spulenanzahl (Drahtanzahl): Bestimmt die maximale Anzahl von Drähten, die in einem einzigen Durchgang integriert werden können. Standardmäßige Rohrverseilmaschinen werden in Konfigurationen mit 7, 12, 19, 24, 37, 48, 61 oder 91 Spulen gebaut. Höhere Spulenzahlen führen zu komplexeren, dichter gepackten Leitern, erfordern jedoch größere Maschinenrahmen und komplexere Kabelmanagementsysteme.
  • Drehzahl (U/min): Die Geschwindigkeit des rotierenden Elements (Rohr, Käfig, Bogen oder Wiege) bestimmt direkt die Drallgeschwindigkeit und bestimmt in Kombination mit der Abzugsgeschwindigkeit die Schlaglänge. Höhere Drehzahlen ermöglichen kürzere Schlaglängen und eine schnellere Produktion – erhöhen aber auch das Risiko eines Drahtbruchs bei feinen Drähten. Moderne servobetriebene Maschinen können die Drehzahl dynamisch variieren, um bei Änderungen des Aufwickelspulendurchmessers eine konstante Schlaglänge beizubehalten.
  • Schlaglängenbereich: In Millimetern ausgedrückt ist dies der axiale Abstand für eine vollständige Spiralumdrehung der äußeren Drahtschicht. IEC 60228 legt für jede Leiterklasse maximale Schlaglängengrenzen fest. Maschinen mit schmalem Schlaglängenbereich sind weniger vielseitig, erreichen aber eine höhere Präzision. Servogesteuerte Legeplattensysteme moderner Rohr- und Planetenmaschinen ermöglichen eine stufenlose Verstellung im Bereich von 20 bis 1.000 mm in einer einzigen Maschine.
  • Liniengeschwindigkeit (m/min): Die lineare Geschwindigkeit des fertigen Leiters, der die Verseilmaschine verlässt. Dies treibt die Produktion in Tonnen pro Schicht voran und muss auf nachgelagerte Prozesse (Extrusionslinien, Bandagierköpfe, Armierungsmaschinen) abgestimmt werden, um Engpässe zu vermeiden.
  • Aufnahmekapazität: Die maximale Spulengröße (Durchmesser und Gewicht), auf die die Maschine den fertigen Leiter aufwickeln kann. Eine größere Aufnahmekapazität reduziert die Häufigkeit des Rollenwechsels und verbessert die Linieneffizienz. Für automatisierte Linien sind Großflanschhaspeln mit Schnellwechselsystemen Standard.

Häufig gestellte Fragen zu Verseilmaschinentypen

F: Was ist der Unterschied zwischen einer Rohrverseilmaschine und einer Planetenverseilmaschine?

Der grundlegende Unterschied liegt in der Handhabung der Ablaufspulen. In einer Rohrmaschine sind Spulen in einem rotierenden Rohr eingeschlossen und drehen sich mit diesem – die Spulen drehen sich um ihre eigene Achse, wenn sich das Rohr dreht. Bei einer Planetenmaschine sind die Spulen auf einem rotierenden Käfig montiert, werden jedoch von einem Gegenrotationsmechanismus gehalten, sodass sie sich nicht um ihre eigene Achse drehen. Dies bedeutet, dass Planetenmaschinen verseilen können, ohne Torsion in den Draht einzuführen, was sie für flexible Leiter und Armierungsanwendungen überlegen macht. Rohrmaschinen sind schneller und besser für große, steife Leiter geeignet.

F: Kann ein Verseilmaschinentyp mehrere IEC-Leiterklassen produzieren?

Ja, mit Einschränkungen. Eine Planetenverseilmaschine kann sowohl Leiter der Klasse 2 als auch der Klasse 5 herstellen, indem die Schlaglängeneinstellungen und der Drahtdurchmesser angepasst werden. Mit einer Rohrmaschine können Leiter der Klasse 2 in einem breiten Querschnittsbereich hergestellt werden. Allerdings deckt kein einzelner Verseilmaschinentyp den gesamten Bereich von Klasse 2 bis Klasse 6 ab – Bündelungsmaschinen sind für feine flexible Leiter der Klasse 6 und Milliken/Skip-Maschinen für segmentierte Leiter der Klasse 2 über 500 mm² erforderlich. Kabelfabriken, die ein breites Produktspektrum produzieren, verfügen in der Regel über mehrere Maschinentypen.

F: Was ist eine SZ-Verseilmaschine und wie unterscheidet sie sich von herkömmlichen Verseilmaschinen?

Eine SZ-Verseilmaschine wechselt die Schlagrichtung aufeinanderfolgender Drahtgruppen – zuerst in S-Richtung (links), dann in Z-Richtung (rechts) – entlang der Länge des Kabels. Diese abwechselnde Verlegung verhindert eine kumulative Torsionsbildung und erleichtert das Abisolieren und Anschließen von Kabeln. SZ-Verseilmaschinen werden hauptsächlich in Telekommunikationskabeln, Glasfaserkabeln und einigen Signalkabeln eingesetzt. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen (unidirektionalen) Verseilmaschinen dadurch, dass sie statt kontinuierlich rotierender oszillierender Abzugs- und Verlegemechanismen erfordern. Beim SZ-Verseilen handelt es sich um eine Verfahrensvariante und nicht um eine eigene Maschinenkategorie – der Mechanismus kann in Rohr- oder Planetenmaschinenrahmen integriert werden.

F: Wie unterscheidet sich die Drahtspannungsregelung zwischen den verschiedenen Verseilmaschinentypen?

Die Spannungsregelung ist bei allen Verseilmaschinentypen von entscheidender Bedeutung, wird jedoch unterschiedlich gehandhabt. Rohrmaschinen verwenden Magnetpulverbremsen oder servobetriebene Spannungsregler an jeder Spulenspindel; Da sich Spulen mit der Hülse drehen, müssen Zentrifugaleffekte bei hohen Drehzahlen elektronisch ausgeglichen werden. Planetenmaschinen erzielen von Natur aus eine gleichmäßigere Spannung, da der Gegenrotationsmechanismus den Zentrifugalkraftunterschied zwischen der inneren und äußeren Spulenposition verringert. Bündelmaschinen verwenden einfache Tänzerarm-Spannungssysteme an den stationären Abwickelspulen, was einer der Gründe dafür ist, dass sie ohne komplexe Spannungselektronik mit sehr hohen Geschwindigkeiten laufen können. Skip-Verseilmaschinen erfordern die präziseste Spannungsregelung aller Arten, da die Segmentgeometrie über die gesamte Leiterlänge perfekt konsistent sein muss.

F: Wie sieht die typische Lebensdauer und der Wartungsplan einer industriellen Verseilmaschine aus?

Industrielle Verseilmaschinen sind bei ordnungsgemäßer Wartung auf eine Lebensdauer von 20 bis 35 Jahren ausgelegt. Rohr- und Planetenmaschinen erfordern tägliche Schmierkontrollen an rotierenden Lagern und Rohr-/Käfigantrieben, wöchentliche Inspektionen von Drahtführungen und Formwerkzeugen, monatliche Kontrollen des Getriebeölstands und eine jährliche Überholung der Hauptantriebsmotoren und Spannungskontrollsysteme. Bündelmaschinen, die mit viel höheren Geschwindigkeiten laufen, erfordern einen häufigeren Austausch der Lager – typischerweise alle 12 bis 18 Monate am Bogenarm. Der größte Wartungsaufwand an einer Verseilmaschine ist in der Regel die Abzugswindenbaugruppe und das Drahtführungssystem (Führungen, Rollen und Spannarme), die dem größten Kontaktverschleiß unterliegen. Die vorausschauende Wartung mittels Schwingungsüberwachung an Hauptlagern gehört bei modernen CNC-gesteuerten Maschinen zunehmend zum Standard.

F: Sind Verseilmaschinen sowohl zum Verseilen von Lichtwellenleitern als auch von Metalldrähten geeignet?

Ja, aber mit erheblichen Änderungen. Optische Fasern erfordern eine deutlich geringere Spannung (typischerweise 0,5 N bis 5 N pro Faser, gegenüber 50 N bis 500 N bei Metalldrähten), längere Schlaglängen und eine sehr präzise Krümmungskontrolle, um Mikrobiegeverluste zu vermeiden. Für Glasfasern angepasste Verseilmaschinen – insbesondere für die Herstellung von Bündelader- oder Festaderkabeln – sind in der Regel Planeten- oder SZ-Typen mit Abwickelsystemen mit extrem niedriger Spannung, temperaturgesteuerten Betriebsumgebungen und in die Linie integrierter optischer Zeitbereichsreflektometer-Überwachung (OTDR). Glasfaser-Verseilmaschinen stellen eine spezielle Unterkategorie dar, deren mechanische Parameter sich erheblich von Standard-Drahtkabel-Verseilmaschinen unterscheiden.

Wichtige Erkenntnisse: Passender Verseilmaschinentyp für Ihre Fertigungsanforderungen

Das Verständnis der Verseilmaschinentypen ist keine akademische Übung – es ist ein direkter Faktor für die Produktqualität, die Produktionseffizienz und die Kapitalrendite in jedem Draht- und Kabelherstellungsbetrieb. Die fünf primären Verseilmaschinentypen besetzen jeweils eine eigene technische Nische:

  • Rohrverseilmaschinen sind die Arbeitspferde der Branche – vielseitig, schnell und gut geeignet für die meisten Stromkabel-Leiterquerschnitte.
  • Planetenverseilmaschinen liefern höchste Verlegegenauigkeit und sind für armierte Kabel, flexible Bergbaukabel und mehrschichtige Leiterstrukturen unerlässlich.
  • Starre/Wiege-Verseilmaschinen verarbeiten die schwersten Drahtstärken und größten Spulen für die Herstellung von Freileitungsleitern.
  • Bündelmaschinen Maximieren Sie den Durchsatz bei feinen, flexiblen Leitern und sind die richtige Wahl für die Produktion flexibler Kabel in der Automobil-, Haushaltsgeräte- und Niederspannungsbranche.
  • Skip-/Milliken-Verseilmaschinen bedienen den schmalen, aber technisch anspruchsvollen Bereich der EHV- und HGÜ-Kabelfertigung, in dem kein anderer Maschinentyp die erforderliche Leitergeometrie herstellen kann.

Nach Angaben der Wire Association International (WAI) gehört eine nicht übereinstimmende Geräteauswahl zu den fünf häufigsten Ursachen für Qualitätsmängel bei Kabelherstellungs-Startups. Von Anfang an in den richtigen Verseilmaschinentyp zu investieren – genau abgestimmt auf Ihre Leiterklasse, Drahtstärke und Produktionsvolumenanforderungen – ist die Entscheidung mit der höchsten Rendite bei jedem Kabelanlagen-Aufbau oder -Erweiterungsprojekt.